Beiträge getaggtWeb 2.0
Auszeichnung für „revolutionäre Arbeit“ im Bereich Web 2.0
Hohe Auszeichnung für Tino Kressner von Hivex: Am Mittwochabend erhielt der Mittweidaer Medienstudent in Frankfurt am Main den Nachwuchspreis der “Horizont-Stiftung” für seine Bachelorarbeit zum Thema “Marketing 2.0″.
Hier der gesamte Artikel auf Blogmedien.
Add comment Januar 22, 2009
Ausblick 2009 ….
vom Trendbüro
Lebensunternehmer
Die eigene Performance als Maßstab
Mit dem Flexibilisierungsdruck des Arbeitsmarktes ist der Einzelne gefordert, sein Arbeits-und Freizeitleben abzuwägen und zu gestalten: Eigenzeitkonzepte ergänzen und ersetzen statische Nine-to-five-Arbeitsstrukturen. 30 Prozent der Angestellten erhalten bereits ein variables, leistungsbezogenes Gehalt. Befristete Verträge, Projektarbeit, Zeitarbeit und Freiberuflichkeit
werden zum Regelfall. Schwindende Sicherheiten in Partnerschaft und Beruf lassen den Einzelnen stärker auf sich selbst gestellt sein und erzeugen eine hohe Belastung. Der fehlende Beistand und der Verlust von Sicherheit werden von einem Boom an Ratgeberliteratur, Coaching und Persönlichkeitsberatern begleitet. Die persönliche Performance wird zum Qualifikationskriterium für den beruflichen und sozialen Status.
Netzwerkökonomie
Das Internet bestimmt die Wertschöpfung
Mit der Etablierung des Internets und der Integration jedes Einzelnen im Web 2.0 verändern sich die Strukturen unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Top-down-Hierarchien werden von partizipativen Bottom-up-Organisationen ersetzt. Wikipedia gilt als Paradebeispiel für den Paradigmenwechsel der Wertschöpfung: Kooperationsfähigkeit, Kommunikation der einzelnen Netzwerkknoten und Open-Source-Konzepte bilden den Wirkungsrahmen für Innovation und Kreativität im 21. Jahrhundert – Thema des Keynote-Speakers Lawrence Lessig anlässlich des 14. Deutschen Trendtags im Mai 2009.
Schwarmintelligenz
Die smarte Masse regelt sich selbst
Durch die digitale Verknüpfung im Web 2.0 erfährt jedes Individuum: Ich bin nicht allein. Mit dieser Einbindung entsteht eine digitale Basisdemokratie, die in Echtzeit das Befinden und die Meinung der Bevölkerung ausdrückt. Mit dem Übergang von der Hierarchie- zur Netzwerkstruktur verschieben sich die Handlungsmotive – Pflichterfüllung der Regeln von außen werden immer mehr durch Selbstdisziplin und Commitment ersetzt. Wenn jeder Einzelne verantwortungsbewusst handelt, organisiert sich die selbstdisziplinierte und verantwortungsvolle „smarte Masse“ von selbst. Shared-Space-Projekte, bei denen Straßenschilder, Ampeln, Fuß- und Fahrradwege aus Dörfern entfernt werden, geben durch rückläufige Unfallzahlen dem Konzept der Schwarmintelligenz recht. Im Web 2.0 gilt dieselbe Logik: Entscheidungen werden neu organisiert und im Netzwerk gemeinsam erarbeitet. Wer nichts beisteuert, ist uninteressant. Wer Inhalte anbietet, steigt im Rang. Statt Verordnungen gelten Spielregeln – gutes Verhalten wird belohnt, schlechtes wird sanktioniert. So regelt sich die smarte Gemeinschaft selbst.
Identitätsmanagement
Die bewusste und flexible Gestaltung des Ichs
Früher formten uns Arbeit, Familie und Religion. Identität war statisch. Heute fehlt uns Tradition. Wir definieren Identität dynamisch. In Zeiten des Web 2.0 wird Identität zur Management-Aufgabe. Die Frage „Wer bin ich?“ wird ersetzt durch „Wer will ich sein?“.
Je mehr wir uns vernetzen, je größer die Auswahl, desto weniger wird das alleinige Buhlen um Aufmerksamkeit (lauter, bunter, andersartiger) Eindruck machen. Die gegenseitige Anerkennung und das Eingehen auf die individuelle Identität jeder Person werden sich als Maßstab für den sozialen Austausch etablieren. Identität lässt sich nicht verordnen, sie ist ein sozialer Prozess. Je nach Publikum spielen wir unterschiedliche Rollen. Erfolgreiche Rollen optimieren wir und akzeptieren sie als Teil von uns. Zukünftig zählt Anerkennung. Wir sind soziale Wesen. Wir wollen gemocht, respektiert und geschätzt werden. Der Applaus unserer Wahlverwandtschaften sichert unseren Status.
Hyperreality
Das Leben in physischer und virtueller Realität
Medien befähigen uns nicht nur, den Alltag zu bewältigen, sie werden zur Ersatzheimat. Neben der Bereitstellung von Information, Navigation und dem Tätigen von Transaktionen erreichen Fernanwesenheit und soziale Anschlussfähigkeit eine permanente Qualität. Die Medien werden zum Medium. Als Vermittler von menschlichen Beziehungen bauen sie Zugehörigkeitsgefühle auf. Der persönliche Datenraum definiert und erweitert die eigene Persönlichkeit je nach Kontext und Bedürfnis. Parallelidentitäten werden ausgelebt und reichen vom enthusiastischen Fan bis zu Cosplay oder Otaku-Heldenrollen. Die Erfahrungen aus der virtuellen Welt driften als Erwartungshaltung in die Realwelt über. Wir erleben die Verschmelzung von wahr und fiktiv, von möglich und unmöglich.
Personal Media
Das mobile Internet als neues Zuhause
Maßgeschneiderte Inhalte beflügeln die individuellen Services der Netzwerkökonomie. Mobile Internetlösungen entwickeln das Kontaktmedium Mobile Phone zum digitalen Lifestyle-Tool: Individueller Zugriff auf personalisierte Content-Angebote, einfache Bedienbarkeit, mobiles Payment, Zugang zu sozialen Netzwerken und eine 24/7-Verfügbarkeit beantworten den Bedarf an Flexibilität, Mobilität, Information, Konsum und Connectivity.
Infos zum 14. Trendtag 2009 in Hamburg: http://www.trendbuero.de/index.php?f_categoryId=450
Add comment Januar 2, 2009